Rocky und Ponpon

Rocky, ein absolut echt unrassiger, permanent quirlig durch die Gegend laufender und durch keinen Zaun oder jegliche Absperrmaßnahme lokal festzuhaltender Mischlingsrüde, der aus einem „Deckungsverhältnis“ seines Vaters „Hornie“, ein überaus sympatischer, sog. „Dorfköter“ mit einer hübschen „halb-Pudel-halb-Dackel-Dame“ in das irdische Leben hineingeboren worden war, lebt seit Jahren mit seinem Herrchen in einem wunderschönen Haus am Stadtrand und kann aufgrund seines umgesetzten Fortbewegungsdrangs und der damit einhergehenden Fitness als überaus „gut geformt und mit erhöhter Potenz ausgestattet“ bezeichnet werden. Kurzum: ein geiler Kerl. Weiterlesen

Ottos getrübter Domblick

In 5 Minuten sollte also Frau Stubenrein, die Eigentümerin des Wohnhauses, in dem Otto seit 26 Jahren seine Junggesellenwohnung mit ungetrübtem Blick auf den Dom bewohnt, erscheinen, um seine neu installierten Rauchmelder zu besichtigen. So zumindest hatte sie am Telefon mit liebevoller Schwafelei Ihr Anliegen an sein Ohr herangetragen und die Verabredung getroffen.  Na schön – soll sie halt, dachte sich Otto – und darüber hinaus nichts weiter… Weiterlesen

Max und Moritz

„Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen!!
Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen;
Die, anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren,
oftmals noch darüber lachten und sich heimlich lustig machten.
Ja, zur Übeltätigkeit, ja, dazu ist man bereit!“ (W. Busch) Weiterlesen

Hansi und Isolde oder „Isst der Gast immer wie ein König?“

Hansi, 54, bisher bekennend gewesener Junggeselle, saß seit über 20 Minuten – mit gebanntem, wachsamem Blick zur Eingangstür gerichtet – in einem der nicht ganz so günstigen, allerdings vom Rufe her besten Restaurants der Stadt und wartete voller Sehn- und anderweitiger Süchte…… auf Isolde. Eben jene hatte er vor etwa 3 Monaten, als für ihn äußerst interessant und nett, via Internet erspäht und befand sich seitdem mit ihr in einem wilden, elektronischen Postverkehr. So entschied er sich, sie in die nähere Auswahl seiner künftigen Paarplanung einzubeziehen, um ihr vielleicht nach einer kurzen Phase des auch persönlichen Kennenlernens später einmal beim Ausziehen – äh Auszug und Einzug in sein Eigenheim behilflich sein zu können. Mit zunehmendem Alter erschien im abends das Alleinsein zu langweilig, die Küche und die Waschmaschine zu unausgelastet – ganz zu Schweigen vom Schlafgemach. Weiterlesen

Grillen und Lärmen

Horst und Elsa lieben es, von Mai bis Oktober fast jeden Abend auf ihrer Terrasse der  eigens dafür aus den Staaten eingeflogenen „Texas – Spezial – XXL – Barbeque – Grillmaschine“ dabei zuzusehen, wie die nach anfänglicher Rauch- und Qualmverrußung sodann zur Hitzespendung entflammte Holzkohle vor sich hinglüht und vor allem, einige währenddessen darauf gegrillte, durch gelegentliche Bier-Ablöschvorgänge saftig lecker zubereitete und mit dem Duft der „großen, weiten Welt“ versehene Steaks genüsslich zu verzehren – ergo – zu Grillen.  Dazu ein leckerer Rotwein und ein kühles Blondes – ach ist das Leben schön – zumindest für Horst und Elsa. Manchmal sind auch noch deren Freunde und Bekannte dabei, die mit gleicher Interessenlage ausgestattet sind… Weiterlesen

Fritze Streiters Hose und die Kralle des Teufels

Päh – mir doch ejoal, watt die widder von mick wolln…“ – meinte Fritze Streiter und hatte das vom Postboten per Hand überreichte Einladungsschreiben des Jobcenters in den eigens dafür angeschafften Schredderapparat gleiten lassen, der dieses sofortigst in kleine Streifchen verwandelt hatte. Fritze ermangelte es seit mehreren Jahren an der nötigen Motivation, den Weg zum Arbeitsamt zurückzulegen und stets erfand er interessante Begründungen dafür. Mal konnte er „durchfallbedingt“ die Wohnung nicht verlassen, mal warf die Katze Junge und er musste, um psychologischen Beistand für seine russische Rassekatze „Kaminka“ zu leisten, diesen Vorgang durch persönliche Anwesenheit begleiten. In einem Falle berief er sich sogar auf die versehentliche Einnahme einer Überdosis Teufelskralle, die ihn in eine mehrtägige Gelenkstarre versetzt und so quasi mit fester Kralle teufelsartig an sein Bett gefesselt hatte. Weiterlesen

Friedhelms Nachtruhe – oder doch nicht…

Es war 1.00 Uhr Nachts – „Wette was!“  mit so einem stets grienenden, seine makellos frisch gebleachten Beißerchen in die Kameras haltenden Moderator, der aber auch wirklich jeden seiner Gäste mitten im Satz unterbrochen hatte, war auch schon vorbei und in Friedhelms Flimmerkiste lief nichts mehr, was ihn auch nur ansatzweise irgendwie motivierte, das neu erworbene „Simsung“-Televisionsgerät am Laufen zu halten. Er hatte sich sogar eine Sendung reingezogen, in der Menschen – ja, richtige Menschen mit einem funktionierenden Gehirn (oder doch nicht?) – sich freiwillig mitten in einem Urwald für mehrere Tage einer Hungersnot aussetzen, sich mit all möglichem, dort krauchendem Getier, Schleim und irgendwelchen anderen, undefinierbaren, ekelerregende Dingen bewerfen, bespritzen, überkippen oder was auch immer ließen und dann in die Kamera glotzten und riefen: „Ich bin eine arme Sau, lasst mich hier drin!“ – oder irgendwas in der Art… Also nahm er die Fernbedienung und es ward ruhig im Wohnzimmer – Denkste… Weiterlesen

Vorsicht bei Äußerungen im Internet

„Du Mistpenner, Du Riesena…. mit Ohren.“ – und noch so ein paar ähnliche, nicht in Gänze durchdachte Betitelungen postete Dorothea öffentlich auf facebook und wollte damit ihrem Ex-Freund Heini, der sich klammheimlich mit den Worten: „Ich fahre nur mal eben zur Tanke, Brötchen holen“  vor letztlich 8 Tagen aus dem Staube gemacht – quasi „verdünnisiert“ hatte und sich nun mit einer Anderen die Morgenbrötchen und was sonst noch teilt, klarmachen, was sie von ihm hält!

Uff – das tat Dorothea gut – da konnte sie ja mal so richtig in die Tasten hauen und Dampf ablassen.

Oder lieber doch nicht??? Weiterlesen

Magdeburg im Mittelalter – ein staunender Rückblick

Hat sich der „Magdeburger“ über Jahrhunderte verändert? Konnten harte Strafen ihn so abschrecken, dass tatsächlich die unter Strafe gestellten Taten nicht mehr begangen wurden?

Schauen wir einmal in das „Ehe-Strafrecht“ des 16. Jahrhunderts am Beispiel der Stadt Magdeburg und bilden uns selbst ein Urteil. Also – es war einmal… Weiterlesen

Der Kampf um den Parkplatz

Samstags mit dem Auto ab in die Innenstadt zum Einkaufen (für die Teenies: zum shoppen in die city),  dort schnell einen Parkplatz gesucht…….

„Ah – da hinten ist ja noch ´ne Lücke frei“, dachte sich Elsa, die als Beifahrerin fungierende Gattin von Horst, sprang aus dem morgens liebevoll frisch geputzten Gefährt und stellte sich in ganzer Pracht, so quasi als „Fels in der Brandung“ mit voller Tücke in eben jene freie Lücke. Horst sollte schnell wenden, um dann in die, vom Frauchen erkämpfte Stelle einzufahren.

Dies bemerkte der ebenso einkaufswillige Parkplatzsucher Alfred in seinem Wagen. Er wollte nun „Erster“ sein, negierte das menschliche Bollwerk Elsas und gab kräftig „Gas“. Elsa stemmte sich gegen Alfreds Gefährt und versuchte zunächst, sich unter Hilfeschreien am Mercedesstern festzukrallen. Dies misslang ihr, sodass sie sie sich nun halb auf die Motorhaube schmiss, wobei sie sich dabei mit einem Fuß auf die Stoßstange stützte, während der andere Fuß in der Luft hing. Und Alfred war d´rin – in seiner Lücke – allerdings noch mit der schreienden, strampelnden Elsa auf der Haube.

Aufgrund dieses Vorfalls wurde gegen Alfred Anklage wegen Nötigung erhoben. Und wie entschied das Gericht? Weiterlesen